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Farbenfrohe Visionen der Teilhabe

Landesbischof Ralf Meister eröffnet Kunstaktion der "Wilderers" im fairKaufhaus Hannover.

Hannover/Hildesheim. "Inklusion ist die Vision gegen eine Tatsache": dass nämlich die Gesellschaft noch weit von einer uneingeschränkten Teilhabe aller Menschen entfernt sei. So formulierte es am heutigen Dienstagnachmittag Landesbischof Ralf Meister im fairKaufhaus Hannover. Dort wurde mit einer Malaktion der "Wilderers", einer Gruppe geistig behinderter Künstler/innen aus der Diakonie Himmelsthür, ein farbenfrohes Signal für ein selbstverständliches Miteinander gesetzt.

Das siebenköpfige Team aus Hildesheim lud Besucher/innen ein, selbst einen Pinsel in die Hand zu nehmen und ihre Vision von Inklusion auf die Leinwand zu bringen. Landesbischof Ralf Meister und Hannovers Bürgermeister Bernd Strauch waren die ersten, die ihre Sakkos gegen Malerkittel tauschten und gemeinsam mit den "Wilderers" ans Werk gingen.

Danach dehnte sich die Kooperation auf andere Gruppen aus, für die eine vollständige Teilhabe längst nicht selbstverständlich ist: wohnungslose Menschen aus dem Werkheim e.V., Langzeitarbeitslose aus dem Projekt Neue Arbeit, straffällige Menschen von Resohelp, die Leinelotsen (Kinder- und Jugend-Sozialarbeit) und Mitglieder der Offenen Altenarbeit des Diakonischen Werks in Hannover ließen gemeinsam mit den geistig behinderten Menschen ihrer Fantasie freien Lauf.

Reinhold Fahlbusch, Vorstandsvorsitzender bei fairKauf, hatte die Initiativen zueinander gebracht. Denn das soziale Kaufhaus wolle nicht nur "durch Handel handeln" und so Veränderung in die Gesellschaft tragen, sondern zugleich auch ein Marktplatz und Ort der Begegnung sein.

Ralf Meister betonte in seiner Eröffnungsrede, dass jeder Mensch vor Gott ohnehin den gleichen Wert habe. Für die Gesellschaft sei es aber noch eine große Herausforderung, Barrieren abzubauen und sich zu öffnen "für Menschen mit all ihren Möglichkeiten und Nichtmöglichkeiten". Dabei äußerte er sich durchaus selbstkritisch: "Man muss nur versuchen, mit dem Rollstuhl zum Bischof zu kommen – man wird es nicht schaffen."

Schon das Wort Inklusion werde von vielen Menschen als sperrig empfunden, entgegnete Ulrich Stoebe, Direktor der Diakonie Himmelsthür, die landesweit der größte Dienstleister für Menschen mit geistigen Behinderungen ist. Das allerdings sei kein Wunder, "weil die Sache selbst mit Haken und Stolpersteinen verbunden ist". Stoebe forderte dazu auf, "nicht nur im engen Horizont unserer eigenen Zwänge zu denken".

Die Kunstaktion setzte ein deutliches Zeichen für mehr Offenheit, viele hochrangige Gäste aus der Politik und verschiedensten Organisationen waren der Einladung gefolgt. Zeitgleich startete die Diakonie Himmelsthür ein nachhaltiges neues Projekt in der Landeshauptstadt: In Mittelfeld eröffnete sie ein Wohnangebot für Menschen mit hohem Assistenzbedarf, das nun ein schon bestehendes Angebot für Menschen mit Teilhabeschwierigkeiten und psychosozialen Problemen in Döhren ergänzt. Und die Diakonie Himmelsthür sucht weiteren barrierefreien Wohnraum in Hannover, um noch individueller auf die Bedürfnisse von Menschen mit Assistenzbedarf eingehen zu können.

Bild: Inklusion wird sichtbar: Ilona Röpke von den "Wilderers", Landesbischof Ralf Meister, Hannovers Bürgermeister Bernd Strauch und Doris Sprenger, ebenfalls von den "Wilderers" eröffnen die Kunstaktion mit einer Gemeinschaftsarbeit.

Text und Foto: Kultur & Kommunikation (Ralf Neite)

 
Presseecho:
Neue Presse am 03.11.2011
Hannoversche Allgemeine Zeitung am 04.11.2011
Hallo Sonntag am 06.11.2011
Evangelische Zeitung am 13.11.2011

 

 

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